Mean Reversion Research
Von einfachen RSI-Signalen zu institutioneller Reversion: Liquidität, Kosten, Regime und Portfolio-Kontext.
Eine Strategiefamilie, kein einzelnes Setup
Mean Reversion ist keine einzelne Strategie, sondern eine Strategiefamilie. Viele einfache Varianten scheitern an Kosten, Slippage, Regimewechseln, Fat Tails oder Overfitting. Für Logimetriq ist deshalb weniger die Indikatorformel entscheidend, sondern ob ein Reversal-Ansatz im Portfolio-Kontext robust, handelbar und risikobewusst bleibt.
Die Matrix zeigt Research-Familien und Risiken auf hoher Ebene. Sie enthält keine Parameter, Schwellenwerte oder Entry-/Exit-Regeln.
Taxonomie
Öffentliche Einordnung zentraler Mean-Reversion-Familien ohne konkrete Parameter oder Entry-/Exit-Regeln.
Short-Term Mean Reversion
Kurzfristige Reversals nach Übertreibungen, häufig eng mit Liquiditätsbereitstellung verbunden.
RSI-basierte Reversion
Einfach zugängliche Signale, aber anfällig für Regimewechsel, Tail-Risiken und naive Optimierung.
Z-Score / Statistical Reversion
Abweichung vom Mittelwert, normiert über Volatilität oder Streuung. Robustheit hängt stark vom Regime ab.
Bollinger-Band Reversion
Visuell verständlich, aber gefährlich, wenn Preise in starken Trends an äußeren Bändern kleben.
Volatility Expansion zu Mean Reversion
Reversion nach Volatilitätsschüben, nur sinnvoll mit klarer Risikobegrenzung und Stressverständnis.
Intraday Mean Reversion
Kurzfristige Reversals innerhalb einer Sitzung, stark abhängig von Kosten, Liquidität und Ausführung.
Overnight Mean Reversion
Close-to-open-Effekte mit eigener Risikostruktur durch Nachrichten- und Gap-Risiken.
Gap-Fill Strategien
Reversion nach Eröffnungslücken, nur belastbar, wenn echte Neubewertungen nicht einfach gegengehandelt werden.
Cross-Sectional Mean Reversion
Relative Reversion innerhalb breiter Universen, häufig anspruchsvoller, kapitalintensiver und datenabhängiger.
Was eine Mean-Reversion-Strategie überstehen muss
Kosten
Hoher Turnover kann kleine statistische Vorteile vollständig aufzehren.
Liquidität
Reversion funktioniert nicht unabhängig von Marktbreite, Spread und Ausführbarkeit.
Regimefilter
Starke Trends und Stressphasen können einfache Reversal-Logik brechen.
Fat Tails
Seltene, große Verluste dominieren die Strategiequalität stärker als viele kleine Gewinne.
Alpha Decay
Einfache, leicht kopierbare Regeln verlieren oft an Wirkung.
Ausführung
Slippage und Timing-Fehler verändern reale Ergebnisse erheblich.
Portfolio-Kontext
Mean Reversion ist besonders interessant als Ergänzung zu Momentum und Trend.
Aktuelle Mean-Reversion-Beiträge
Veröffentlichte Research-Beiträge zu Reversal-Effekten, Robustheit und Portfolio-Kontext.
Short-Term Mean Reversion und Liquiditätsbereitstellung
Kurzfristige Mean Reversion ist am plausibelsten, wenn sie als Vergütung für Liquiditätsbereitstellung verstanden wird - nicht als simple Indikatorregel.
Artikel lesenMean Reversion: Warum einfache RSI-Strategien nicht ausreichen
Mean Reversion ist keine einzelne Indikatorregel, sondern eine Strategiefamilie mit hohen Anforderungen an Kosten, Liquidität, Regimefilter und Risikokontrolle.
Artikel lesenGeplante Artikelserie
Mean Reversion: warum einfache RSI-Strategien nicht ausreichen
Grundlagenartikel zu Overfitting, Kosten und Regimewechseln.
Short-Term Mean Reversion und Liquiditätsbereitstellung
Einordnung kurzfristiger Reversal-Effekte im Marktstruktur-Kontext.
RSI(2), Connors-Style Reversion und das Stop-Loss-Problem
Redaktionelle Analyse ohne konkrete Parameterveröffentlichung.
Z-Score und Bollinger Reversion: das Regime-Shift-Problem
Warum statistische Entfernung nicht automatisch Handelsvorteil bedeutet.
Intraday, Overnight und Gap-Fill Mean Reversion
Session-Zerlegung, Gap-Risiken und Umsetzbarkeit.
Mean Reversion im Portfolio-Kontext
Diversifikation, Korrelation und Drawdown-Verhalten.