Kurzfristige Marktmodelle
Welche kurzfristigen Effekte überleben Kosten, Slippage, Session-Struktur und Marktmikrostruktur?
Robustheit vor Indikator-Kombinationen
Robuste kurzfristige Strategien sind selten generische Kombinationen aus RSI, Bollinger Bands, MACD oder Opening-Range-Regeln. Tragfähiger sind session- und mikrostrukturgebundene Effekte in liquiden Märkten, die Kosten, Slippage, Spread, Turnover und Ausführungsrisiko überstehen.
Die Grafik transportiert die zentrale Research-Logik: Ein Rohsignal reicht nicht, wenn Kosten, Slippage und Ausführung den Effekt zerstören.
Research Framework
Intraday Momentum
Momentum innerhalb liquider Handelsphasen, häufig stärker dokumentiert als viele populäre Indikator-Setups.
Liquidity / Reversal Effects
Kurzfristige Reversals, die aus Liquiditätsbedarf, Positionierung oder Marktstruktur entstehen können.
Overnight vs. Intraday Returns
Renditezerlegung nach Sessions, weil Effekte zwischen Handelszeit und Overnight-Phase unterschiedlich wirken können.
End-of-Day Reversal
Reversal- und Liquiditätseffekte gegen Sitzungsende, abhängig von Markt, Volumen und Ausführung.
Time-of-Day / Session Effects
Zeitfenster, lokale Marktstunden und Session-Struktur als eigenständige Research-Dimension.
Timeframe-Abwägung
15m, 30m, 1H und 4H unterscheiden sich nicht nur im Signal, sondern auch in Kosten, Datenqualität und Turnover.
Praxisurteil
15m / 30m
Oft höhere Rohsignalstärke, aber deutlich höhere Anforderungen an Kosten, Slippage und Intrabar-Annahmen.
1H
Häufig ein guter Kompromiss zwischen Signalnähe, Handelbarkeit und reduziertem Mikrostrukturrauschen.
2H / 4H
Oft robuster durch niedrigeren Turnover und geringere Fehleranfälligkeit bei Ausführung und Spreads.
Generische Regeln
ORB-, RSI- oder Bollinger-Setups sind nur nach harten Kosten-, Slippage- und Out-of-Sample-Tests ernst zu nehmen.
Aktuelle Beiträge zu kurzfristigen Marktmodellen
Veröffentlichte Research-Beiträge zu Timeframes, Session-Effekten, Kosten und Marktmikrostruktur.
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